Steckbrief
HG Hohenbucko - Rochauer Heide

Gründung

26.06.1993

Größe der Hegegemeinschaft

54.428 ha (Wirkungsbereich)

Struktur

63 Reviere (Forstämter, Eigenjagdbezirke, Gemeinschaftliche Jagdbezirke) gegliedert in drei relativ selbstständige Regionalgruppen (LDS,TF, EE), wovon 58 Reviere Mitglieder der HG "Hohenbucko – Rochauer Heide" sind.

Geograhische Lage

Gebiet erstreckt sich im Süden Brandenburgs über die Landkreise "Elbe-Elster", "Teltow- Flämig" und "Dahme-Spreewald". Es handelt sich um ein relativ ungestörtes nur durch die B 87 durchschnittenes Einstandsgebiet deren Kernbereich die "Hohenbucko - Rochauer Heide" (Größe ca. 26.000 ha) bildet.

Vorkommende Hauptwildarten

Rot-, Muffel-, Schwarz-, und Rehwild

Geschichte und Entwicklung der HG

Das Gebiet der HG „Hohenbucko Rochauer Heide“ ist traditionelles Hochwildeinstandsgebiet in der Niederlausitz. Aufgrund seiner großen zusammenhängenden Waldkomplexe kommt das Rotwild seit Urzeiten flächendeckend vor .

Das Gebiet um Hohenbucko (Kerngebiet der HG) wurde nach dem Krieg, aufgrund seiner vorhandenen idealen Struktur - Hohenbucko war repräsentativ für die ausgedehnten, mehr oder weniger reinen, ärmeren Kieferngebiete im mittleren Raum der DDR - durch Beschluß 1956 von der Obersten Jagdbehörde zum Wildforschungsgebiet auserkoren. Es wurde die Wechselwirkung der Erhöhung der Schalenwildbestände (Mehrartenwirtschaft) in Zusammenspiel mit der Intensivierung der Land und Forstwirtschaft und daraus resultierenden Schäden untersucht. So wurde u.a. 1963 das Muffelwild eingebürgert um das "Wildbretaufkommen" auf diesen kargen Standstandorten zu erhöhen. Die wissenschaftliche Leitung des Forschungsgebietes bekam der anerkannte Rotwildforscher Prof. E. Wagenknecht übertragen. Die technische Leitung "Vor Ort" übernahm der zuständige Oberförster A. Neumann.

Nach Zerfall des DDR-Regimes 1989 wurde nach der wilden Wendezeit“ ab 1991/92 die Regelungen entsprechend BJG wirksam. Die vorherrschende Form ist seitdem die Verpachtung des Jagdrechts durch die Eigentümer von Grund und Boden über die Jagdgenossenschaften. Die Anteile der Staatsforst gehen sukzessive mit Verkauf der Flächen durch die BvvG (Treuhandnachfolger) zurück. Im Wirkungsbereich der HG sind z.Zt 63 Reviere mit einer durchschnittlichen Größe von ca. 750 ha vorhanden (Schwankungen von 90 ha – 3.000ha Größe).

Schnell wurde von Beständern erkannt, dass eine Rotwildbewirtschaftung nur großflächig unter den heutigen Bedingungen durchzuführen ist. So wurde 1993 Dank des Engagement des späteren Vorsitzenden Hans Joachim Röpke die Hegegemeinschaft "Hohenbucko Rochauer Heide" gegründet. Seinen Einsatz ist es zu verdanken, dass die HG heute in dieser Größenordnung existiert. Denn die Rot- und Muffelbewirtschaftung kann nur an den natürlichen zusammenhängenden Lebensräumen des Wildes gebunden werden und nicht an politische Grenzen. Ziel der HG ist es , bei Rot- und Muffelwild entsprechend der bonitierten Wilddichte einen artenreichen, gesunden, in seiner Bestandsdichte dem Lebensraum angepassten Wildbestand unter Wahrung der Belange der Land- und Forstwirtschaft und des Naturschutzes zu schaffen und erhalten. H.J- Röpke leitete und entwickelte die Hegegemeinschaft bis 2000/01, wo er dann aus Altersgründen diese Funktion abgab, und heut unser Ehrenvorsitzender ist.

Um noch besser die jeweiligen örtlichen Verhältnisse berücksichtigen zu können, bzw. effektiver auf die jahreszeitlich und von der Fruchtfolge in der Landwirtschaft abhängigen, örtlich z.T. stark differierenden Wildbestände reagieren zu können, erfolgte 2001 die Umstrukturierung der Hegegemeinschaft und die Bildung der drei Regionalgruppen "Elbe-Elster", "Teltow Fläming" und "Landkreis Dahme Spreewald" unter dem Dach der Hegegemeinschaft. So wird u.a. erstmals großflächig ( ca. 17.000ha), ein Gruppenabschußplan für Rot- und Muffelwild in der Regionalgruppe LDS in diesem Jagdjahr umgesetzt.

Frank Mittag / Vorsitzender HG "Hohenbucko - Rochauer Heide"