Tote Wölfin in der Rochauer Heide gefunden

Expertin: Tier könnte aus einem der drei sächsischen Rudel oder aus Polen stammen.

Luckau. Arbeiter der Oberförsterei Luckau (Dahme-Spreewald) haben am Mittwoch
in der Rochauer Heide eine tote Wölfin gefunden. Das hat das Amt für Forstwirtschaft Lübben mitgeteilt. Äußere Verletzungen ließen auf einen Verkehrsunfall schließen. Das Tier soll kommende Woche im Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin untersucht werden. Bisher hatte es in der Region keine Hinweise auf die Wiedereinwanderung von Wölfen gegeben, hieß es in der Mitteilung.
«Das tote Tier kann aus einem der drei Lausitzer Rudel in Sachsen stammen oder ist aus Polen zugewandert» , sagte gestern Jana Schellenberg vom Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz in Rietschen (Niederschlesischer Oberlausitzkreis) der RUNDSCHAU. Bereits in den 90er-Jahren seien mindestens sieben Wölfe nach Brandenburg eingewandert, wovon zwei überfahren, vier geschossen und ein weiterer lebend gefangen wurden. Die jetzt gefundene Wölfin sei ein bis zwei Jahre alt gewesen. Die Expertin geht davon aus, dass sich das Tier auf Abwanderung befunden hat. «In der Regel lassen sich Wölfe 50 bis 100 Kilometer von ihrem Geburtsort entfernt nieder» , erläuterte Schellenberg. Wandern könnten sie aber bis 1100 Kilometer. «Es ist also nicht ungewöhnlich, dass der Wolf jetzt in Dahme-Spreewald gefunden wurde.» (Eig. Ber./kj/cd)

Aus: Lausitzer Rundschau vom 17.08.07